Klimakiller Hund

Tagesspiegel: Statt dessen Hamster, Kaninchen oder Schildkröte kaufen

Die Berliner Zeitung Tagesspiegel wirft Hund und Katze vor, “Klimakiller” zu sein. Das Blatt beruft sich dabei auf eine Studie aus den USA aus dem Jahr 2017 und eine der Technischen Universität Berlin vom August 2020. Danach sei ein 15 Kilogramm schwerer Hund, der 13 Jahre lang lebt, direkt und indirekt (Viehzucht, Futtertransporte, Verpackung usw.) für 8,2 Tonnen CO2-Ausstoß verantwortlich. Das sind 0,6 Tonnen pro Jahr. Dagegen produziert ein in Deutschland lebender Mensch jährlich 12,5 Tonnen. Empfohlen werden von Umweltschützern maximal zwei Tonnen jährlich. Ähnlich waren die Ergebnisse aus den USA.

Sieht man sich die letzten vorliegenden Gesamtzahlen für Deutschland und die Welt aus dem Jahr 2019 an, erkennt man, wie unbedeutend der von Hunden direkt und indirekt zu verantwortende COs-Ausstoß ist. Denn in Deutschland wurden 2019 insgesamt 805 Millionen Tonnen Treibhausgae freigesetzt und weltweit 36,4 Milliarden Tonnen.

In Deutschland gab es 2019 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 10,1 Millionen Hunde, die also nach obiger Rechnung für 6,06 Millionen Tonnen CO2, gleich 0,75 Prozent der Gesamtemissionen verantwortlich sind. Nach Schätzungen statistischer Institute gab es 2019 weltweit etwa 500 Millionen Hunde, darunter viele wildlebende Hunde, die kein Hundefutter bekommen, sich also von dem ernähren, was sie finden, damit also kein CO2-Produzent sind. Rechnet man dennoch bei allen Hunden 0,6 Tonnen CO2-Ausstoß an, kommt man auf 300 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß, gleich 0,8 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes. Beide Male also absolut vernachlässigenswerte Zahlen.

“Vergessen” werden in diesem Tagesspiegel-Artikel die vielen positiven Auswirkungen von Hunden für den Menschen, gerade und besonders in der jetzigen Corona-Zeit. Sie geben vielen Menschen Halt und Trost und verschönern durch die Liebe, die sie 24 Stunden am Tag geben, das Leben der Menschen. Das sieht man gerade jetzt, wo sich immer mehr Menschen Hunde anschaffen.

Doch was schreibt der Tagesspiegel: ” Zudem sind Hunde und Katzen keine Nutztiere. Sie liefern weder Milch noch Eier noch Fleisch noch Fell. Ihr Kot dient nicht als Dünger, sondern muss entsorgt werden. Dafür werden Plastikbeutel benötigt, Katzenstreu und unendlich viel Wasser.”

Die Empfehlung dieser Zeitung lautet: ” Wer freilich nicht nur das häusliche Klima verbessern, sondern auch das globale Klima schonen will, sollte die Anschaffung eines Hamsters, Kaninchens oder einer Schildkröte erwägen.”

Der gesamte Artikel des Tagesspiegel kann hier nachgelesen werden:

https://www.tagesspiegel.de/politik/haustierboom-in-der-coronakrise-hunde-und-katzen-sind-klimakiller/26992320.html

1 Kommentar

  1. Eine sehr grosse Batterie von 100 kWh produziert ca. zwischen 15 und 20 Tonnen CO2-Emissionen, bevor das Auto auch nur einen Kilometer gefahren ist. Eine kleine Batterie von 30 kWh belastet das Klima demnach mit 4,5 bis 6 Tonnen CO2.
    Und wie oft pupst eine Kuh. Das sollten wir mal überlegen bevor wir das nächste Steak essen oder das nächste Glas Milch trinken. Und ich habe keinen Hund. Nur so zur Info.

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